Reinhard Nöhammer, A-2095 Drosendorf, Wolfsbach 9, Mobil: 0664-115 36 19       e-Mail: info@dekorationsmalerei.at

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Reinhard Nöhammer
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Holzmalerei, Holzimitation auch lasieren, fladern oder als maserieren bezeichnet ist eine Technik durch die sich die verschiedensten Holzarten täuschend echt nachahmen lassen. Reinhard Nöhammer Dekorationsmaler Dekorationsmalerei Wien Niederösterreich Waldviertel Österreich

Dekorationsmaler Dekorationsmalerei

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Inhaltsbereich:

Marmormalerei – Marmorimitation - marmorieren oder Marmor malen



Die Wurzeln der Marmormalerei reichen wie bei den meisten anderen historischen Maltechniken auch sehr weit zurück. Ein gutes Beispiel dafür ist Pompeji wo die Marmormalerei ein wesentlicher Bestandteil der Wandmalerei war.

Im 19. Jahrhundert waren es die Franzosen die die Marmormalerei oder Marmorimitation wieder in Schwung brachten. Von dort kam Sie sehr schnell zu uns in den Deutschsprachigen Raum. Das ist auch der Grund warum manche Begriffe aus dem Französischen im Deutschen übernommen wurden – z. B. Chiqueteur oder Clairette (Bezeichnung für Pinsel). Die Marmormalerei gehörte damals neben der Holzmalerei zu den Hauptaufgaben der damaligen Anstreicher/Zimmer oder Dekorationsmaler. Schulen in ganz Europa lehrten neben anderen dekorativen Maltechniken vordergründig die Holz und Marmormalerei in den vollkommensten Ausführungen. Die verschiedenen Marmorsorten wurden vom Anstreicher und Dekorationsmaler zu dieser Zeit so naturgetreu gemalt bzw. imitiert wie kaum zuvor.



Schule für Marmormalerei - historische Aufnahme
Zum Bild: Düsseldorf 1909/1010; Schule für Holz und Marmormalerei – Schüler mit Ihrem Lehrer, im Hintergrund die geübte Marmormalerei.
Zu sehen sind auch die Werkzeuge der Maler – Palette, Spitzpinsel, Dachshaarvertreiber, Palettenstecher und Chiqueteur.



In Wien gab es zu dieser Zeit die Fachschule Hagelstein. Eine Schule speziell für Holz und Marmormalerei. Eine andere namhafte Schule in Wien - Ernst Oldenbruch die große Wiener Schule der Holz und Marmormalerei. In den 1930 Jahren brachte Oldenbruch ein großartiges literarisches Werk über die Holz und Marmormalerei auf den Markt. In kleinen Heftchen wird schrittweise die Entstehung einer Marmormalerei gezeigt und beschrieben.



Große Wiener Schule Oldenbruch, Lehrkarte
Die große Wiener Schule von Ernst Oldenbruch beinhaltet 30 Lehrkarten über die Holz und Marmormalerei. Hier am Bild Lehrkarte Nr. 13 – Marmor Vert de Mer. Rechtes Bild zeigt einen Teil vom Inhalt dieser Lehrkarte. Schrittweise Darstellung und Erklärung zur Herstellung einer Marmormalerei. Darin zu sehen auch die Verwendung des Chiqueteur.



Fachschule für Marmormalerei - historische Aufnahme
Die Abbildung zeigt eine Marmorierung aus der Fachschule Hagelstein in Wien – Anfang 20. Jahrhundert.



Die Gründe warum man Marmor malte waren verschieden. Der Hauptgrund war weil gemalter Marmor günstiger als Echten war. Speziell in der Gründerzeit musste der Dekorationsmaler "billige" Bauteile durch eine Materialimitation mit Pinsel und Farbe optisch in edles teures Material - oft eben Marmor - verwandeln. Schöne Beispiele dafür findet man unter Anderem manchmal noch in alten Stiegenhäusern. Und manchmal ist sogar das Eine oder Andere dabei das noch nie restauriert oder renoviert wurde. Man wird nicht nur über die Qualität der Marmorierung staunen sondern auch wie gut diese alten Anstriche – meist mit Ölfarbe gestrichen - 100 Jahre und mehr überstanden haben. Billige Ausführungen – aber keinesfalls in der Qualität der Marmorierung - wurden mit Leimfarben gemalt. Für erstklassige Imitationen wurde der Untergrund mit Ölfarbe glatt vorbereitet. Die Marmorierung selbst wurde ebenfalls mit Ölfarbe oder auch Wasserfarbe darauf ausgeführt. Diese Ausführung wurde noch mit einen Kopallack, Dammarlack oder anderen Material aus dieser Zeit Endlackiert. Eine weitaus kostspieligere Ausführung einer Marmorimitation die man in solchen Bereichen auch manchmal antrifft ist der Stuckmarmor. Speziell eingefärbter verzögerter Gips der nach dem aufbringen auf die Wandfläche so oft geschliffen - und dadurch immer mehr verdichtet wird - bis er einen extrem glatte glänzende Oberfläche erhielt. Der nach dem letzten Schliff schon glänzende Stuckmarmor wurde zusätzlich noch gewachst.



Die Bilder zeigen Ausführungen verschiedener Imitationstechniken für Marmor. Erstes Bild zeigt einen Stuckmarmor, zweites und drittes Bild zwei Musterplättchen marmoriert auf mit Ölfarbe gestrichene Kartonplättchen. Vermutlich in einer Meisterschule angefertigt für den späteren Gebrauch in der Praxis. Letztes Bild zeigt einen Ausschnitt einer Marmormalerei auf einer Wandfläche. Untergrund wieder Ölfarbe, Marmorierung mit Öllasuren und lackiert mit Kopallack.



So viele Werkzeuge und Hilfsmittel wie für die Holzmalerei gab es für die Marmormalerei nicht. Mit wenigen einfachen Pinseln und Hilfsmitteln wie z. B. einer Gänsefeder und Naturschwamm wurden von den alten Meistern erstklassige Marmorimitationen geschaffen. Zum andern wurden Spitzpinsel oder auch der Chiqueteur verwendet. Vertrieben – das heißt das Marmorbild weicher machen – wurden Dachshaarvertreiber oder Borstenvertreiber benutzt. Zum Anlegen der Farben Modler und Rucker. Das zeichnete besonders die Wiener Schule der Holz und Marmormalerei aus - mit einfachen Mitteln erstklassige Marmorbilder malen. Zu den Marmorierpinseln kommt auch noch die Palette (Farbpalette) die im 19. Jahrhundert von den Marmormalern gerne verwendet wurde.



Die folgenden Abbildungen – Marmorierpinsel – stammen von alten Malermeistern.
Sie sind jetzt in meiner Sammlung historischer Malerwerkzeuge.



Pinsel Chiqueteur Pinsel Dachshaarvertreiber Palette, Malerpalette, Farbpalette
Bild links Chiqueteur Pinsel, Bild Mitte: 1. Dachshaarvertreiber (in Bein), 2. Dachshaarvertreiber in Blech
Bild rechts: Palette mit Palettenstecher für das Malmittel
(meistes Leinöl und etwas Terpentinöl mit Sikkativ - Trockenstoff für das Öl – damals auch noch Blei)



Pinsel Borstenvertreiber Pinsel Modler Spitzpinsel Marmormalerei
Bild links: Borstenvertreiber, Bild Mitte: Modler – man beachte die gute Qualität der Pinsel, damals alle Blechzwingen genagelt oder gelötet,
Bild rechts: Spitzpinsel und Plattpinsel



Verschiedene Pinsel zum Marmorieren
Historische Marmorierpinsel. Ausrüstung des Dekorationsmalers für die Marmorimitation. Naturschwamm, Farbpalette mit Palettenstecher, Modler und Rucker, Dachshaarvertreiber, Spitzpinsel, Plattpinsel und Chiqueteur.





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