Reinhard Nöhammer, A-2095 Drosendorf, Wolfsbach 9, Mobil: 0664-115 36 19 e-Mail: info@dekorationsmalerei.at
Die Dekorationsmalerei ist ein sehr umfangreiches Gebiet aus dem ich Ihnen hier einen kleinen Auszug - anhand einiger von mir durchgeführten Arbeiten - vorstellen möchte.
Meine Arbeiten führe ich in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland, Steiermark, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Bregenz (ganz Österreich) sowie auch im Ausland durch.
Ich fertige für Sie - nach Ihren Ideen und/oder Wünschen - Skizzen und Entwürfe an, bzw. arbeite nach Ihren eigenen Bilder und/oder Vorlagen.
Bei der Ausführung meiner Arbeiten für Sie, verwende ich ausschließlich hochwertige und speziell ausgewählte Materialien. In besonderen Fällen wie z. B. in der Restauration stelle ich die Farben - nach alten Rezepten - selbst her.
Für weitere sowie detaillierte Auskünfte und Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Reinhard Nöhammer
Dekorationsmaler
Info zur Verleihung des "Goldenen Pinsel"
2006: 1 Gold
2005: 1 Silber
2004: 2 Gold
2003: 2 Silber, 1 Bronze
2002: 2 Silber, 1 Bronze
bei 5 Teilnahmen
In das Gebiet des Dekorationsmalers bzw. der Dekorationsmalerei fallen u.a. Fassadenmalerei, Raumgestaltung, Wandmalerei, Graumalerei, Holzmalerei, Marmormalerei, Steinmalerei, Schablonenmalerei
Des weiteren beinhaltet die Dekorationsmalerei: Kirchenmalerei, Theatermalerei, Schriftenmalerei, Wappenmalerei (Schilderei), Fahnenmalerei, Intarsienmalerei, Draperien, Lackierkunst, vergolden und versilbern sowie das bronzieren, patinieren und viele andere Techniken wie die Kamzugtechnik, Reißlacktechnik, Pinseltechnik, Eintropftechnik, Tauchtechnik, Schnürltechnik, Kleistertechnik etc.
Das Wort Dekoration ist der französischen Sprache entnommen und stammt aus dem lateinischen: decus bzw. decorare – heißt Ausstattung, Ausschmücken oder Verzierung. So ist auch die Bezeichnung Dekorationsmalerei zu verstehen.
Schon vor Jahrtausenden wusste man die wenigen zu Verwendung stehenden Pigmente zu dekorativen Zwecken zu benutzen. Die Griechen entdeckten die Gesetze von Licht und Schatten. Die vorher flachen Malereien (Ägypten) nahmen optisch plastische Formen an. Durch die Entwicklung des Bergbaus kam man an neue Materialien die durch spezielle Präparierung für den Maler neue Pigmente ergaben.
Im römischen Kaiserreich machte die Malerei weitere große Fortschritte. Auf Wänden malte man perspektivische Architekturen (Scheinarchitektur), tiefe Durchblicke, Ornamente, Figuren etc. Die Farbstimmungen waren kräftig, bunt und kontrastreich wie z.B. in Pompeji (pompejanische Malerei) und Herkulanum. Es entwickelten sich die eigentlichen Dekorationsmaler.
Im Mittelalter tauchte der Name "Schilder" oder "Schildermaler" auf – die Vorgänger der späteren Malerzunft. In Holland hat sich der Ausdruck "Schilder" bis heute gehalten.
In der Romanik verbreitete sich eine fortgeschrittene Maltechnik, besonders die Freskomalerei. In den Kirchen und Klöstern arbeiteten Mönche – unter denen ausgesprochene Künstler waren.
In der Gotik waren Künstler und Handwerker unter der Bezeichnung Maler tätig. In deren Aufgabenbereich fielen das vergolden (Straffierkunst), das bemalen von Decken und Wänden sowie der geschnitzten Altäre und Altarbilder.
Viel später traten die Maler und "Schilder" im geschlossenem Handwerk auf. Auch die Heraldik (Wappenwesen) stammt aus dieser Zeit.
Unser Malerwappen - die drei Schilde – stammt aus dieser Zeit. Es waren 3 silberne Schilde auf blauen oder roten Hintergrund - später dann das Wappen für das gesamte Kunstgewerbe.
Die höchste Blüte der Malerei war in der Renaissance. Skraffittomalereien (Skraffitto Kratzputztechnik) entstanden auf Fassaden. Malerschulen entstanden, aus denen Meister wie Albrecht Dürrer, Hans Holbein u.a. hervorgingen. Es gab eine Fülle von verwandten Berufszweigen wie Tafelmaler, Handmaler, Briefmaler, Buchmaler, Bildermaler, Glasmaler die Glasbilder fertigten, Goldschläger bzw. Vergolder u.v.m.
Zum Straffierer Gewerbe gehörten die Bildhauer.
Von Flandern aus verbreitete sich schnell die Ölmalerei.
Mit dem Ende des Barockstiles begann dann das Kunstgewerbe zu verflachen.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erreichte die Malerei wieder eine neue Blüte. Kunstgewerbliche und Handwerkerschulen entstanden und es traten anstelle der Stubenmaler ausgebildete Dekorationsmaler.
Zu dieser Zeit entwickelte sich ein besonderer Zweig der Dekorationsmalerei – die Holz und Marmormalerei. Besondere Malereien, Vergoldungen, Anstriche und Stuckarbeiten entstanden. Alte Stile wie die Renaissance erwachten wieder. Es erschienen Zeitschriften wie z.B. "Die Gewerbehalle", das deutsche Malerjournal (1876-1888), "Die deutsche Malerzeitung Fachzeitschrift für das dekorative Gewerbe" – "Die Mappe" (1881) bis zum heutigen Tage am Markt. Eine Fülle von Vorlagenwerke erschienen wie z.B. der Ornamenteschatz, dekorative Vorbilder, u.v.m. Viele neue Geräte und Werkzeuge wie z.B. Holzmaser Apparate, Spritzgeräte, Porenwalzen (Porenrolle; Tiefporwalze), Linierapparate u.s.w. kamen auf den Markt.
Der Beginn des 20. Jahrhunderts (Jugendstil) gab dem Maler noch einmal Gelegenheit in dem zur Zeit modernen Pflanzenstiles noch einmal aufzublühen. Raffinierte Schablonentechniken mit einer oder mehreren Schablonen kamen zur Anwendung. Es kamen zahlreiche Bücher mit unterschiedlichen Schablonenmuster auf den Markt.
Dann allerdings verschwanden langsam diese Malereien unter weißen Tünchen. Keine Schablonen und Ornamente mehr. Malerischer Schmuck wurde selten - wie noch z.B. in Hauseingängen. Auch die Holz und Marmormalerei wurde weniger. Holz wurde einfärbig gestrichen. Ausschlaggebend dafür waren die zuvor massenhaften, zum Teil auch sinn- und geistlosen Dekorationsmalereien die oft von schlecht ausgebildeten Malern ausgeführt wurden. Viele davon trugen zu Unrecht die Bezeichnung Dekorationsmaler.
1912 wird in Deutschland der Bund deutscher Dekorationsmaler gegründet. Auch die Jungmalervereinigung entstand (Österreich, Deutschland, Schweiz).
1925 erschien zum "Abschluss" noch ein großes Werk – "Die Holz und Marmormalerei, die große Wiener Schule" von Ernst Oldenbruch (Wien, Kritzendorf). Zu dieser Zeit beherrschte noch fast jeder Malermeister mehr oder weniger diese Technik.
Ende der 60er Jahre löste die Funier fast vollständig die Holzmalerei ab.
Heute sind die alten Techniken der Dekorationsmaler wieder sehr gefragt. Auch in der Restauration.
Eintropftechnik, Wickeltechnik, Spachteltechnik-Stucco Veneziano und Marmorino, Glättetechnik, Lacktechnik, plastischer Aurtag, Kreideschnitt, Schwammtechnik - schwammeln, Reißlack, Bauernmalerei, Kammzug - Kammzugtechnik, vergolden und versilbern, Glanzvergoldung, Hinterglas Vergoldung, bronzieren, Glasätzen, Brandmalerei, patinieren - Patina, Lacklasur, pastoses malen - Schnürltechnik, Lackschnitt, Schleiflack mit Bimsmehl, Pollierlack, Strichlack, Silikattechniken, Folientechnik, Tupftechnik, Musterwalzen, Schnürl spritzen, Tauchtechnik, Eisblumentechnik, Silberoxidation, Räucherlack, Lacktechnik, Bronziertechnik, Spritztechnik, linieren und strich ziehen mit Linierpinsel (Schrägstrichzieher oder Ringstrichzieher - Druck, Ritzer, Halbstrich, Bandstrich) oder Linieraparat, Kleistertechnik, Pinseltechnik, Modlertechnik, Beschriftung, Ornamentmalerei (Ornamentik)
Wasserglas (Keimsche Mineralfarben) - Silikatfarben oder Silikatlasuren (Restauro Lasur), Leimfarbe (Zelluloseleim, Knochenleim, Kaseinleim), Acrylfarben (Golden, Schminke), Ölfarben - Standölfarben (Leinöl oder Leinölfirnis, Drangus, Trocknungsbeschleuniger Blei oder Kobalt Sikkativ), Öllack, Lack, Schellack, Dextrin, Dammarharz, Kopallack, Dungöllack, Kalkkaseinfarbe, Boraxkasein, Mastix, Tempra
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